Blog Home  Home Feed your aggregator (RSS 2.0)  
LDAP://Yusufs.Directory.Blog/ - Sunday, December 24, 2006
Wieviele Sprachen sprechen Sie? Ich spreche bloß eine: LDAP!
 
 Sunday, December 24, 2006

Ein Antivirusprogramm (Virenscanner) ist dafür da, um das System vor Schädlingen wie es Viren, Würmer und Trojanische Pferde darstellen, zu schützen.
Der Virenscanner spürt diese auf und löscht sie gegebenfalls.
Einen vollständigen Schutz vor Malware bietet ein Virenscanner hingegen nicht.

So hilfreich wie ein Virenscanner auch sein kann, so problematisch könnte der Echtzeitscanner (On-Access) werden.
Dieser agiert im Hintergrund als Systemdienst und scannt im Hintergrund alle Dateien, Programme und den Arbeitsspeicher.
Genau da liegt aber das Problem, denn der Virenscanner greift tief in das System ein und scannt auch Applikationen, die besser davor bewahrt wären.
Datenbanken wie sie z.B. auf einem Domänencontroller (NTDS.DIT) oder Exchange-Server existieren, können bei einem Echtzeitscan einen Schaden bekommen.

Damit dieses nicht passiert, bieten die meisten Virenscanner die Möglichkeit, diese Dateien in eine Art Ausschlussliste aufzunehmen.
Somit werden  die dort eingetragenen Dateien nicht vom Echtzeitscan überwacht.


Auf einem Domänencontroller sollten die Dateien die standardmäßig im Verzeichnis „%systemroot%\ntds“ gespeichert sind, ausgeschlossen werden.
Welche Dateien genau davon betroffen sind, kann man aus diesem Artikel entnehmen:
Virus scanning recommendations for Enterprise computers that are running currently supported versions of Windows


Die Dateien, die auf einem Exchange-Server vom Echtzeitscan verschont werden sollten, kann man hier entnehmen:
Recommendations for troubleshooting an Exchange Server computer with antivirus software installed
Exchange and antivirus software


Welche Virenscanner mit dem File Replication Service kompatibel sind, werden im folgenden Artikel aufgelistet:
Antivirus, backup, and disk optimization programs that are compatible with the File Replication Service


Wenn der DHCP-Server nicht startet, könnte es ebenfalls ein Indiz dafür sein, dass der Virenscanner die DHCP-Datenbank überwacht.
Dort sollte das Verzeichnis „%systemroot%\System32\DHCP“ vom Echtzeitscan verschont bleiben.
The DHCP service does not start when you start a Windows Server 2003-based computer


Auf einem Hyper-V Host sollte unter anderem das Verzeichnis C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Hyper-V sowie C:\Users\Public\Documents\Hyper-V\Virtual Hard Disks vom Echtzeitscanner ausgeschlossen werden.

Virtual machines are missing in the Hyper-V Manager Console or when you create or start a virtual machine, you receive one of the following error codes: "0x800704C8", "0x80070037" or "0x800703E3"



Weitere Informationen
:
Recommended exclusions for VirusScan Enterprise on a Windows 2000/ 2003 Domain Controller with Active Directory or File ReplicationService

Sunday, December 24, 2006 2:18:01 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)  #      Windows Server  | 
 Wednesday, December 13, 2006

Die nachfolgende Beschreibung von NETDIAG erfolgt am Beispiel eines Windows Server 2003 R2.

Für die unterschiedlichen Windows Server Versionen gibt es spezifische Versionen von NETDIAG.

Die beschriebenen Ausgaben und Schalter von NETDIAG gelten aber auch für andere Server Versionen.

 

 

NETDIAG ist das Akronym für„Network Diagnostic“ (Netzwerkdiagnose).

Das Tool findet sich in den Windows Support Tools auf der Windows Server 2003 CD im Ordner Support\Tools.

Es kann auch über folgenden URL downgeloadet werden:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=6EC50B78-8BE1-4E81-B3BE-4E7AC4F0912D&displaylang=en.

 

Die Nutzung der richtigen Version der Support Tools, passend zum Betriebssystem, sollte beachtet werden.

Beispielsweise sollten die Support Tools von der Windows Server 2003-CD in einer Domäne, in der ausschließlich

Server mit der Betriebssystem-Version „Windows Server 2003 mit Service Pack 1“ im Einsatz sind, nicht genutzt werden.

In diesem Fall, sollten die „Windows Server 2003 Service Pack 1 32-bit Support Tools“ (siehe oben stehender Link) installiert werden.

 

Mit diesem Netzwerkdiagnose-Tool, das sich über die Kommandozeile aufrufen lässt,

ist es nicht nur möglich Domänencontroller zu überprüfen, es lässt sich auch auf Mitgliedsservern ausführen.

Dieses Tool hilft dem Administrator, bestehende Netzwerk- sowie Konnektivitätsprobleme auf einem

Domänencontroller/Mitgliedsserver aufzuspüren. NETDIAG führt diverse Tests für jede auf der untersuchten Maschine

vorgefundene Netzwerkkarte sowie weitere, „globale Tests“ durch.

Einige Tests die NETDIAG ausführt, sind auch in DCDIAG (Domain Controller Diagnostic) enthalten.

Domänencontroller mit DCDIAG prüfen

http://www.faq-o-matic.net/2006/08/14/domaenencontroller-mit-dcdiag-pruefen/

 

Der aufmerksame Administrator sollte hin und wieder den Zustand seiner Domänencontroller mit den beiden Tools

DCDIAG und NETDIAG überprüfen, um frühzeitig Fehler zu erkennen. Weiterhin ist die Durchführung von NETDIAG bei
unspezifischen Netzwerkfehlern bei denen man ansonsten keinen Ansatz für die Fehlersuche hat, ein guter Anfang.

 

 

Ausgabe des Befehls NETDIAG“ ohne Kommandozeilenoptionen

 

 

    Computer Name: MZDCON01

    DNS Host Name: mzdcon01.intra.dikmenoglu.de

    System info : Microsoft Windows Server 2003 R2 (Build 3790)

    Processor : x86 Family 15 Model 2 Stepping 7, GenuineIntel

    List of installed hotfixes :

        Q147222

 

Zunächst werden allgemeine  Informationen aufgelistet, wie z.B. der Computername, der DNS Host Name sowie das installierte Server-Betriebssystem,
samt den installierten Hotfixes.

 

 

Netcard queries test . . . . . . . : Passed

    GetStats failed for 'Parallelanschluss (direkt)'. [ERROR_NOT_SUPPORTED]

    [WARNING] The net card 'WAN-Miniport (PPTP)' may not be working because it has not received any packets.

    [WARNING] The net card 'WAN-Miniport (PPPOE)' may not be working because it has not received any packets.

    [WARNING] The net card 'WAN-Miniport (IP)' may not be working because it has not received any packets.

    GetStats failed for 'WAN-Miniport (L2TP)'. [ERROR_NOT_SUPPORTED]

 

Fehlermeldungen an logischen Netzwerkschnittstellen die nicht in Benutzung sind, wie etwa der „WAN-Miniport“ im obigen Beispiel,

können ignoriert werden.

 

 

Per interface results:

 

    Adapter : LAN-Verbindung

 

        Netcard queries test . . . : Passed

 

        Host Name. . . . . . . . . : mzdcon01

        IP Address . . . . . . . . : 192.168.178.3

        Subnet Mask. . . . . . . . : 255.255.255.0

        Default Gateway. . . . . . : 192.168.178.1

        Dns Servers. . . . . . . . : 192.168.178.3

 

 

        AutoConfiguration results. . . . . . : Passed

 Hier wird die Funktion, der automatischen IP-Konfiguration (APIPA=Automatic Private IP Adressing) getestet.

 

 

        Default gateway test . . . : Passed

 

Dieser Test schlägt fehl, wenn kein „Default Gateway“ (gewollt oder versehentlich) eingetragen wurde.
Hier wird geprüft, ob das eingetragene Gateway erreicht werden kann.


 

        NetBT name test. . . . . . : Passed

 

        WINS service test. . . . . : Skipped

            There are no WINS servers configured for this interface.

 

Diese Meldung ist selbsterklärend. Es ist kein WINS-Server definiert.

 

 

Global results:

 

 

Domain membership test . . . . . . : Passed

 

Bei diesem Test wird die Domänenmitgliedschaft des Domänencontrollers überprüft. Falls dieser Test fehlschlagen sollte,
liegt ein Problem mit dem Computerkonto vor. Daher ist es zwingend notwendig, dass dieser Test mit einem „Passed“ abgeschlossen wird.

 

 

NetBT transports test. . . . . . . : Passed

    List of NetBt transports currently configured:

        NetBT_Tcpip_{76629DA2-7574-4C7F-A9D3-89A98E1EDC50}

    1 NetBt transport currently configured.

An dieser Stelle werden alle Protokolle aufgelistet, an denen die NetBIOS über TCP/IP (NetBT) - Schnittstelle (API) angebunden ist.

 

 

Autonet address test . . . . . . . : Passed

 

 

IP loopback ping test. . . . . . . : Passed

 

 

Default gateway test . . . . . . . : Passed

Dieser Test schlägt fehl, wenn kein „Default Gateway“ (gewollt oder versehentlich) eingetragen wurde.
Hier wird geprüft, ob das eingetragene Gateway erreicht werden kann.

 

 

NetBT name test. . . . . . . . . . : Passed

    [WARNING] You don't have a single interface with the <00> 'WorkStation Service', <03> 'Messenger Service', <20> 'WINS' names defined.

 

 

Winsock test . . . . . . . . . . . : Passed

 

 

DNS test . . . . . . . . . . . . . : Passed

    PASS - All the DNS entries for DC are registered on DNS server '192.168.178.3'.

 

Dieser Test muss ebenfalls mit einem “Passed” abgeschlossen werden, denn hier wird überprüft,
ob der Domänencontroller korrekt (mit seinen SRV-Records) im DNS registriert ist und aufgelöst werden kann.

 

 

Redir and Browser test . . . . . . : Passed

    List of NetBt transports currently bound to the Redir

        NetBT_Tcpip_{76629DA2-7574-4C7F-A9D3-89A98E1EDC50}

    The redir is bound to 1 NetBt transport.

 

    List of NetBt transports currently bound to the browser

        NetBT_Tcpip_{76629DA2-7574-4C7F-A9D3-89A98E1EDC50}

    The browser is bound to 1 NetBt transport.

 

 

DC discovery test. . . . . . . . . : Passed

 

Hier wird abgefragt, ob alle Domänencontroller der Domäne gefunden werden können. Auch hier ist ein „Passed“ zwingend.

 

 

DC list test . . . . . . . . . . . : Passed

 

Diese Prüfung verifiziert die Erreichbarkeit der  Domänencontroller der Domäne.
Dieser Test muss ebenfalls mit einem „Passed“ abgeschlossen werden.

 

 

Trust relationship test. . . . . . : Skipped

 

Hier werden bestehende Vertrauensstellungen überprüft.

 

 

Kerberos test. . . . . . . . . . . : Passed

 

Dieser Test muss ebenfalls mit einem “Passed” abgeschlossen werden, denn es wird geprüft,
ob der Domänencontroller Kerberos-Tickets erhält. Falls dieser Test mit einem „Failed“ abgeschlossen werden sollte,
können keine Benutzer von diesem DC authentifiziert werden.
 

 

 

LDAP test. . . . . . . . . . . . . : Passed

 

Hier wird geprüft, ob der/die Domänencontroller über das LDAP-Protokoll erreichbar ist/sind und muss mit einem „Passed“ quittiert werden.

 

 

[WARNING] Failed to query SPN registration on DC 'mzdcon02.intra.dikmenoglu.de'
 

Wenn es bei diesem Test vorkommen sollte, dass „ein“ Domänencontroller (von mehreren DCs) aus der DC-Liste nicht erreicht werden kann,
so hat sehr wahrscheinlich der entfernte DC ein Problem. Kann hingegen bei mehreren DCs, keiner erreicht werden,
so liegt ein lokales Problem vor, dem unbedingt nachgegangen werden muss.

 

 

Bindings test. . . . . . . . . . . : Passed

 

Bei diesem Test wird überprüft, ob die Domänencontroller per LDAP kontaktiert werden können. Ein „Passed“ ist zwingend.

 

 

WAN configuration test . . . . . . : Skipped

    No active remote access connections.

 

 

Modem diagnostics test . . . . . . : Passed

 

IP Security test . . . . . . . . . : Skipped

 

    Note: run "netsh ipsec dynamic show /?" for more detailed information

Dieser Test prüft, ob IPSec aktiviert ist oder nicht.
Falls es aktiviert ist, werden alle aktuell angewendeten IPSec Richtlinien aufgelistet.
  

 

 

The command completed successfully

 

 

 

Schalter die mit NETDIAG benutzt werden können

 

 

Eine ausführliche Ausgabe erreicht man wie üblich mit dem Schalter „/V“ (Verbose).

 

„/Q“ beschränkt die Ausgabe auf Fehlermeldungen.

 

Der Schalter „/FIX“ korrigiert geringfügige Fehler, etwa bei unvollständigen SRV-Records im DNS;
hier berichtigt dieser Schalter die Einträge, in dem es die SRV-Einträge der „Netlogon.dns“ aus dem Verzeichnis
„%systemroot%\system32\config“ im DNS registriert.

 

Um eine noch detaillierte Ausgabe als mit dem Schalter „/V“ zu erhalten, kann „/Debug“ verwendet werden.
Mit der Angabe dieses Schalters, kann es wenige Minuten dauern, bis das Ergebnis erscheint.

  

 

Eine Übersicht der einzelnen Parameter erhält man mit dem Schalter „/?“ oder auf dieser Seite
http://technet2.microsoft.com/WindowsServer/en/library/4907fb78-1808-41b2-9cef-c9dc3824eda81033.mspx?mfr=true

 

 

 

Mit der üblichen Ausgabe-Umleitung per „>“ lassen sich die Textausgaben von NETDIAG in eine Datei umleiten.
Mit folgendem Skript kann man sich die Arbeit erleichtern.

Es erstellt unter C:\ eine Protokoll-Datei namens „Netdiag.txt“.
Vorher löscht es eine evtl. existierende Netdiag.txt und öffnet es, sobald sie erstellt ist.
Evtl. muss man das Programmverzeichnis zu den Support Tools an die eigene Umgebung anpassen.

 

@echo off

 

C:

cd \

cd "Program Files\Support Tools"

 

Del C:\Netdiag.txt

Netdiag.exe /v > C:\Netdiag.txt

Start C:\Netdiag.txt

 

  

 

Weitere Informationen:

Netdiag Overview

http://technet2.microsoft.com/WindowsServer/en/library/cf4926db-87ea-4f7a-9806-0b54e1c00a771033.mspx?mfr=true

DCDiag and NetDiag in Windows 2000 Facilitate Domain Join and DC Creation

http://support.microsoft.com/kb/265706/en-us
Error message if you do not specify switches when you run Netdiag.exe: "Failed to enumerate DCs by using the browser

http://support.microsoft.com/kb/926734/en-us

 

Wednesday, December 13, 2006 3:34:32 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)  #      Active Directory | Administration  | 
 Wednesday, November 29, 2006

Standorte im Sinne des Active Directorys sind eine physikalische Komponente des Active Directorys.

Diese zu erstellen gehört zu einem sauberen Design einer Active Directory-Domäne dazu, falls Domänencontroller auch
in Aussenstellen platziert sind und z.B. die Notwendigkeit der Einflussnahme in Bezug auf die AD-Replikation besteht.

Ein AD-Standort kann dabei durchaus mehrere Domänen enthalten und eine einzige Domäne kann mehreren AD-Standorten angehören.

Durch das Erstellen von AD-Standorten wird die standortübergreifende (Inter-Site) Replikation planbar und der Verkehr auf den WAN-Verbindungen wird entlastet.

Mehr Informationen über Standorte, erhält man im folgenden Artikel:

Active Directory-Replikation

http://www.faq-o-matic.net/2006/04/26/active-directory-replikation/

 

 

 

Wie findet ein Client einen Domänencontroller an seinem Standort?

 

Wie so oft, spielt auch dabei die DNS-Namensauflösung eine große Rolle.

Die Voraussetzungen damit ein Client einen lokalen DC nutzt sind folgende:

 

  • Im Snap-In "Active Directory-Standorte und -Dienste" müssen entsprechende Standorte erstellt sein

  • Diesen Standorten muss das entsprechende IP-Subnetz bzw. Subnetze zugeordnet sein

  • Die Server-Icons der jeweiligen Domänencontroller müssen sich in ihrem Active Directory Standort befinden.
    Falls es nicht der Fall ist, müssen diese dort an ihren richtigen Standort verschoben werden.

    Hinweis: Wenn ein DC an einen anderen Standort verschoben wurde, ist zwingend das DNS zu bereinigen.
    Dazu sind die SRV-Einträge des DCs, aus dem Pfad _tcp.<Name des Standorts>._sites.dc._msdcs.Domäne
    vom alten Standort zu entfernen.


    Siehe auch:
    Einen Domänencontroller an einen anderen Standort verschieben

 

Die Vorgehensweise wie ein Client einen DC findet, ist wie folgt:

  • Der Client fragt im DNS nach, welche DCs es gibt.

  • Falls der Client noch keine Standortinformationen hat, erhält er bei dem ersten Kontakt mit einem Domänencontroller
    von diesem die richtigen Informationen übermittelt, zu welchem Standort der Client gehört. Wenn ein Client dann erneut startet,
    versucht er über das DNS immer zuerst einen DC zu finden, der sich an seinem Standort befindet.

  • Er erhält eine Liste aus der DNS-Antwort und geht diese durch, um einen DC zu finden der funktioniert und auch online ist.
    Dabei nimmt er bevorzugt einen DC aus seinem Standort. Die DNS-Abfrage die der Client in diesem Moment stellt, wäre: _ldap._tcp.<Standort>._sites.dc._msdcs.<Domäne>.

  • Der Client setzt dann in seiner Registry unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Netlogon\Parameters 
    den Eintrag DynamicSiteName mit dem Standort, an dem er sich befindet.

  • Erst wenn der Client bei dieser Anfrage von einem DC aus seinem Standort keine Antwort erhält (wenn z.B. kein
    Domänencontroller an seinem Standort existiert)
    oder er noch keine Standortinformationen hat (z.B. nach einer Neuinstallation),
    fragt er mit einer zweiten Anfrage nach einem DC diesmal aus seiner Domäne nach. Die Abfrage lautet:
    _ldap._tcp.dc._msdcs.<Domäne>.

    Spätestens bei dieser Abfrage erhält der Client einen DC mitgeteilt.

 

 

Auf der Gegenseite geht der DC der die Anfrage eines Clients erhält wie folgt vor:

  • Der Domänencontroller reicht die Clientanfrage an seinen NETLOGON-Prozess durch, der dann die Client-IP in seiner
    Subnet to Site Mapping Table nachsieht und dann das treffende Standort-Objekt heraussucht.

  • Der Netlogon-Prozess des DCs übergibt an den DC die folgenden Infos:

    1. Den Namen des Standorts, in der sich der befragte Domänencontroller befindet.
    2. Den Standortnamen, in dem sich der Client befindet.
    3. Ein Flag das angezeigt wird, wenn sich der angefragte DC im gleichen Standort befindet (Bit gesetzt)
    oder ob der DC ausserhalb des Standortes ist (Bit nicht gesetzt).

 

 

Diese Informationen werden dann an den Client gesendet, der sich nun die Informationen wie folgt anschaut:

  • Wenn sich der Domänencontroller an dem gleichen (oder nächstgelegenen) Standort befindet (gesetztes Bit),
    nimmt der Client bevorzugt diesen DC.

  • Wenn sich kein DC an dem Standort des Clients befindet, entscheidet das Design in der
    MMC "Active Directory-Standorte und -Dienste", an welchem DC sich der Client authentifiziert.
    Der Client verwendet einen Domänencontroller der am nächsten zu seinem Standort ist.
    Dabei ist z.B. die Einstellung der Verbindungskosten entscheidend.

  • Nachdem der Client einen DC ermittelt hat, wird dieser Eintrag des DCs zwischengespeichert.
    Falls sich der DC nicht an dem Standort des Clients oder an einem nicht günstigen Standort befinden sollte (Verbindungskosten),
    leert der Client nach 15 Minuten den Zwischenspeicher und verwirft somit den zwischengespeicherten DC.
    Der Client versucht dann erneut einen nächstgelegenen DC, idealerweise an seinem eigenen Standort zu finden.

 

Prinzipiell könnte man den Client zwingen, sich an einem vorgegebenen Standort zu authentifizieren.

Dazu muss im Registry-Pfad HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Netlogon\Parameters

der Eintrag SiteName erzeugt und als Wert der entsprechende Standort eingetragen werden.
Das wiederum hat aber den Nachteil, dass wenn der Client an einen anderen Standort verschoben werden sollte,

er sich versucht an seinem eingetragenen Standort zu authentifizieren.

Das führt dann zu einem langsamen Anmeldeverhalten.

 

Des Weiteren wird bei den Abfragen auch ein Auswahlverfahren angewendet.

Alle Domänencontroller sind, samt ihren SRV-Records, im DNS eingetragen und die jeweiligen Einträge enthalten eine Gewichtung sowie Priorität.

Der Domänencontroller, der mit seiner niedrigsten Zahl im Feld Priorität eingetragen ist (umso niedriger die Zahl, desto höher ist die Priorität),

wird vom Client als bevorzugter Domänencontroller genutzt. Existieren mehrere Domänencontroller mit der gleichen Priorität, entscheidet die Gewichtung.

Dabei gilt, je höher die Zahl (zwischen 1 und 65535), desto höher ist die Gewichtung und somit steht der Domänencontroller höher in

den Abfrageergebnissen die der Client geliefert bekommt.

 

 

 

 

 

Es können auch Standorte existieren, an denen kein Domänencontroller vor Ort besteht.

 

Hinweis: Standorte sollten auch dann erstellt werden, wenn kein Domänencontroller vor Ort existiert,

wenn z.B. mit standortabhängigen Richtlinien zu arbeiten ist.

 

Dann nimmt sich ein Domänencontroller aus einem anderen Standort, der dem Standort ohne Domänencontroller am nächsten ist

(anhand der Kosten der Standortverknüpfungen) dessen an und trägt sich im DNS als Domänencontroller für diesen Standort ein.

Dieses Verfahren nennt sich "Automatic Site Coverage" [1]. 

 

Es ist ebenso möglich einem bestimmten Domänencontroller mehrere Standorte zuzuweisen so dass dieser sich für mehrere Standorte im DNS einträgt.

Dazu fügt man unter Windows 2000 in der Registry des Domänencontrollers, unter dem folgenden Pfad:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Netlogon\Parameters

den Schlüssel "SiteCoverage" (REG_MULTI_SZ) hinzu und trägt als Wert dann den/die Standort(e) ein [2].

 

Unter Windows Server 2003 gibt es dafür eine Richtlinie:

Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\System\Netzwerkanmeldung\
Domänencontrollerlocator-DNS-Einträge\“Standorte, die durch DC-Locator-DNS-SRV-Einträge abgedeckt werden“

Die dort eingetragenen Standorte (jeweils getrennt durch ein Leerzeichen), werden vom NETLOGON-Dienst des Domänencontrollers im DNS registriert.

 


 

 

Neuerung ab Windows Vista und Windows Server 2008

 

Mit Vista und Windows Server 2008 wurde ein neues Feature (genauer eine Richtlinie) eingeführt, dass das Verhalten zum auffinden eines DCs verbessert.
Das Standardverhalten eines Clients und Mitgliedservers ist, dass zuerst im DNS nach einem DC am gleichen AD-Standort gesucht wird.
Schlägt dieser Versuch fehl, wird nach einem Zufallsprinzip ein DC aus der Domäne (von einem entfernten AD-Standort) ausgewählt,

der die Authentifizierung der Clients bzw. Mitgliedsserver durchführt.

 

Nun kann ab Vista und Windows Server 2008 die folgende Richtlinie aktiviert werden:
Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\System\Netzwerkanmeldung\Domänencontrollerlocator-DNS-Einträge\"Am nächstgelegenen Standort suchen"

 


Ist diese Richtlinie aktiviert, ändert sich das Verhalten ab Vista und Windows Server 2008 wie folgt:

  • Es wird weiterhin zuerst nach einem (beschreibbaren) DC am gleichen AD-Standort gesucht.

  • Wenn sich am gleichen AD-Standort kein DC befindet, wird durch die aktivierte Richtlinie ein DC am nächstgelegenen AD-Standort gesucht.
    Ein DC am nächstgelegenen AD-Standort wird durch die Kosten die in der MMC Active Directory-Standorte und -Dienste konfiguriert ist, bestimmt.
    Dabei werden AD-Standorte wo lediglich ein RODC existiert nicht beachtet.

  • Befindet sich am nächstgelegenen AD-Standort ebenfalls kein DC, wird nach einem Zufallsprinzip ein DC aus der Domäne ausgewählt.


Mit dieser Richtlinie lässt sich in größeren AD-Umgebungen mit mehreren AD-Standorten die zur Verfügung stehende Bandbreite effizienter nutzen.
Denn wenn an einem AD-Standort der DC ausfällt, können die Clients durch die aktivierte Richtlinie einen DC am nächstgelegenen AD-Standort

für ihre Authentifizierung verwenden, der am kostengünstigsten zu ihrem AD-Standort angebunden ist.

 

Enabling Clients to Locate the Next Closest Domain Controller

 


 

 

Weitere Informationen:
[1]
How DNS Support for Active Directory Works

[2] Configure a Domain Controller for Membership in Multiple Sites
Gründe für das Einrichten eines Einzelstandortes oder separater Standorte
Finding a Domain Controller in the Closest Site

Sites (Übersicht)
Sites and Subnets

How to optimize the location of a domain controller or global catalog that resides outside of a client's site

How Domain Controllers Are Located in Windows

How Domain Controllers Are Located in Windows XP

Replikation: Standorte & Standortverknüpfungsbrücken

 

 

Wednesday, November 29, 2006 12:14:22 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)  #      Active Directory  | 
 Sunday, November 19, 2006


Den Dateizugriff auf einem NTFS formatierten Datenträger kann man mit Windows-Boardmitteln überwachen.
Der Einsatz dieser Funktion sollte aber gut durchdacht sein, denn
 

  1. ist diese Einstellung vom Betriebsrat zu genehmigen bzw. ist Mitbestimmungspflichtig und
  2. sollte man sich Gedanken darüber gemacht haben, was mit den gesammelten Informationen geschehen soll.

 

Findet diese Aufzeichnung statt, um längerfristige statistische Aussagen über das Zugriffsverhalten der Benutzer zu erlangen, so sollte die Protokollgröße vergrößert (in den Eigenschaften des jeweiligen Logs) oder die Protokolle des öfteren archiviert werden.

Die Überwachung sollte sich auf die (wenigen) wichtigsten Dateien/Ordner beschränken, denn es werden Rechenleistung sowie Speicherplatz beansprucht.

 

 

Im ersten Schritt gilt es, die folgende Richtlinie entweder auf Lokaler-, Standort-, Domänen- oder OU-Ebene zu aktivieren:

 

Computerkonfiguration\Windows-Einstellungen\

Sicherheitseinstellungen\Lokale Richtlinien\Überwachungsrichtlinie\Objektzugriffsversuche überwachen

 

Mit dieser Richtlinie, überwacht man die Ressourcenauslastung des Systems für Dateien, Verzeichnisse, Freigaben, Drucker und Active Directory Objekte.

 

 

Als zweiten Schritt gilt es, die Überwachungsebene (System Access Control List, SACL) für einzelne Ordner und Dateien festzulegen, damit eine genaue Überwachung des Zugriffs stattfinden kann. Dieses muss für jedes Objekt das überwacht werden soll, konfiguriert werden.

Zum konfigurieren der Datei- und Ordnerüberwachung geht man folgendermaßen vor:

 

 

  • Im Kontextmenü der zu überwachenden Datei bzw. Ordner, wählt man die Option Eigenschaften aus
  • Auf der Registerkarte Sicherheitseinstellungen gilt es auf Erweitert zu klicken
  • Im Dialogfeld Erweiterte Sicherheitseinstellungen für <Dateiname/Ordnername> wählt man die Registerkarte Überwachung aus

 

 

  • Soll an dieser Stelle die Vererbung der Überwachungseinstellungen eines übergeordneten Ordners aktiviert werden, so gilt es im Reiter Berechtigungen die Option Berechtigungen übergeordneter Objekte, sofern vererbbar, über alle untergeordneten Objekte verbreiten. Diese Objekte inklusive den hier definierten Einträgen mit einbeziehen zu aktivieren
     
  • Ist es stattdessen gewünscht, die Einstellungen des aktuellen Ordners an die untergeordneten Dateien sowie Ordner zu vererben, so wählt man die Option Überwachungseinträge für alle untergeordneten Objekte durch die angezeigten Einträge, sofern anwendbar, ersetzen aus
     
  • Im Listenfeld Überwachungseinträge können entweder der Benutzer, die Gruppe oder die Computer ausgewählt werden, deren Aktionen überwacht werden sollen
     
  • Um einen bestimmten Benutzer, eine bestimmte Gruppe oder einen Computer auszuwählen, klickt man auf Hinzufügen… und wählt dann im darauf folgenden Dialogfeld Benutzer, Computer oder Gruppen wählen das entsprechende Objekt aus.
      

Anschließend wird das folgende Dialogfeld Überwachungseintrag für <Datei-/Ordnername> angezeigt. In der Dropdownliste Übernehmen für: kann die Überwachungseinstellung unter anderem für „Nur diesen Ordner“, „diesen Ordner, Unterordner und Dateien“, „Nur Dateien“ sowie weitere Kombinationen angewendet werden. Danach wählt man die erfolgreichen und/oder fehlgeschlagenen zu überwachenden Ereignisse aus und beendet die Auswahl-Fenster jeweils mit einem Klick auf OK:

 

 

 

 

Hinweis: Ausgeschlossen davon ist die Überwachung der Synchronisierung von Offlinedateien und -ordnern.

Sunday, November 19, 2006 10:32:49 AM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)  #      Gruppenrichtlinien  | 
 Sunday, November 12, 2006

Möchte man unter Windows Server 2000, die beiden Richtlinien „Default Domain Controllers Policy“ sowie „Default Domain Policy“ in den Auslieferungszustand zurücksetzen, so kann man das mit dem „Windows 2000 Default Group Policy Restore Tool“ „RecreateDefPol.exe“ erledigen:

Windows 2000 Default Group Policy Restore Tool

 

Hinweis: Dieses Tool gilt nur für Windows Server 2000!

 

 

Unter Windows Server 2003 kann man die beiden Richtlinien folgendermaßen zurücksetzen:

DCGPOFIX auf einem DC/Exchange

 

 

Es ist auch möglich, die Richtlinien „händisch“ zurückzusetzen:

How to reset user rights in the Default Domain Controllers Group Policy object

How to reset security settings in the default Domain GPO in Windows 2000

How To Reset User Rights in the Default Domain Group Policy in Windows Server 2003

 

 

Falls ein Exchange Server im (Windows Server 2000 oder Windows Server 2003) Netzwerk existiert,
muss anschließend das Exchangesetup „setup.exe“ mit dem Schalter „/Domainprep“ von der Exchange Server CD ausgeführt werden:

Exchange Server permissions are removed by the RecreateDefPol.exe tool in Windows 2000 Server

The Dcgpofix tool does not restore security settings in the Default Domain Controller Policy to their original state

 

 

 

Einen Windows 2000/XP - Client, kann man ebenfalls von den angewendeten Richtlinien „befreien“.
Das geht, in dem alle Ordner sowie Unterschlüssel unter den folgenden Registry-Pfaden gelöscht werden:

 

- HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies

- HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies

- HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies

- HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies

 

 

Als nächstes navigiert man zu folgendem Verzeichnis: „%windir%\system32\GroupPolicy“.

Dort existieren (unter anderem) ein Ordner Namens "Machine" und ein Ordner "User".

In diesen beiden Ordnern, befindet sich jeweils die Datei "registry.pol", die es ebenfalls zu löschen gilt. 

Zu guter Letzt gilt es noch, die "user.pol" (%userprofile%\ntuser.pol) zu löschen, denn diese enthält die Verweise,
welche Einstellung aus welcher GPO kommt/kam. Anschließend ist ein Neustart fällig.

 

 

Möchte man, dass der Client erneut die Richtlinien von seiner Active Directory-Domäne bekommt, muss auf diesem ein „Gpupdate /Force“ ausgeführt werden, denn aufgrund der Policy-History (und der gpt.ini) die sich auf dem Client befindet, meint dieser, dass er immer noch mit den aktuellen Richtlinien ausgestattet ist und wird deshalb die Richtlinien, nicht von alleine übernehmen. Es sei denn, man würde die Policy-History löschen, dann würde es ebenfalls funktionieren.

Group Policy History Stored in Registry

 

 

Weitere Informationen:

Wiederherstellung der Default Richtlinien

 

Sunday, November 12, 2006 1:46:51 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)  #      Gruppenrichtlinien  | 
Copyright © 2012 Yusuf Dikmenoglu. All rights reserved.
DasBlog 'Portal' theme by Johnny Hughes.
Pick a theme: